Was ist Landeskunde?

  • Was heißt Landeskunde als Kulturwissenschaft? Welche Aufgabe hat sie?

Das „alte“ Konzept von Landeskunde soll eine kulturwissenschaftliche Weiterentwicklung erfahren. Somit geschieht eine Aufwertung der traditionellen Landeskunde. Es sollen neue Denkhorizonte und Perspektiven des Forschens und Lehrens eröffnet werden. Es geschieht eine Abkehr  vom kognitiven, zugunsten eines interkulturellen Ansatzes.

  • Welchen Kulturbegriff favorisiert Altmayer? Warum diesen?

Altmayer favorisiert die Ansicht der Kulturvermittlung als innovatives, interdisziplinäres Projekt. Man sollte nicht auf der auf der Ebene des rein „beobachtbaren“ Verhaltens verbleiben, sondern die Ebene der „verstehbaren“ Bedeutungszuschreibung hinzufügen.

  • Was sind „kulturelle Deutungsmuster“?

Kulturelle Deutungsmuster sind der gemeinsame Wissensvorrat einer Gruppe (nicht ethisch oder national betrachtet, sondern auch Familienverbände, Sportvereine und andere Interessengemeinschaften sind als Gruppe anzusehen), der zur diskursiven Wirklichkeitsdeutung genutzt werden kann. Diese Muster sollen den Verstehensprozess aktivieren und für die subjektive Sinnzuschreibung genutzt werden.

  • Was heißt „kulturelles Lernen“?

Durch die Auseinandersetzung mit Texten ( das müssen nicht rein schriftliche sein, sondern es kann sich auch um Gespräche oder Bilder handeln) soll der Rezipient über verfügbare Deutungsmuster reflektieren, diese gegebenenfalls anpassen, umstrukturieren, verändern oder weiterentwickeln, ihnen einen angemessenen, kulturellen Sinn zuschreiben können, um im Endeffekt dazu Stellung nehmen zu können. Manchmal muss Vertrautes Wissen bei diesem Vorgang in Frage gestellt werden.

  • Worin unterscheidet sich diese hier vorgestellte Landeskunde von der Landeskunde, die Sie bisher aus Ihrem Studium kennen?

Im Prinzip unterscheidet sich diese Herangehensweise nicht von der bisher vermittelten Landeskunde, da wir auch in den vergangenen Semestern nicht ausschließlich Landeskunde einseitig und rein faktisch vermittelt bekommen haben, sondern vielmehr bereits diskursiv und mit Hilfe von Deutungsmustern und aus mehreren Perspektiven Landeskunde betrieben haben. Es wurden immer inhaltliche, kulturelle, bedeutungsbezogene Aspekte von Sprache mit vermittelt.

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